Professor Dr. Erich Schulze gen. Mr. GEMA

1. Februar 1913 in Berlin geboren. Von den Alliierten des Zweiten Weltkrieges aufgrund vorangegangener fachlicher und wissenschaftlicher Tätigkeiten für das Urheberrecht mit dem Aufbau der durch Kontrollratsbeschluß
Nr. 55 vom 24. August 1947 in GEMA umbenannten STAGMA beauftragt und bis 31.
Dezember 1989 deren alleiniger Vorstand und Generaldirektor. Ab 1. Januar 1990 Ehrenpräsident
(Biographische und andere erlebte Daten der Nachkriegsgeschichte der GEMA, zusammengestellt
von Dr. rer. pol. Wolfgang Martell, mit einem Vorwort von René Kollo). In der aus Anlaß des
80. Geburtstages für den Ehrenpräsidenten der GEMA von Martell erschienenen Veröffentlichung
heißt es in dem Vorwort von René Kollo:

In den über 40 Jahren seiner Arbeit an und in der GEMA fühlte er sich demselben Berufsethos verpflichtet wie ich selber: Mit der gleichen intensiven Engagiertheit für die E-Musik und die U-Musik zu wirken, was eigentlich paradox ist, da doch die GEMA diese Einteilung erst eingeführt hat. Ansonsten gäbe es wohl, wie in allen anderen Länder, nur die Einteilung in gute oder schlechte Musik.

Es gehört zu den unschätzbaren Verdiensten Prof. Schulze, in den über vier Jahrzehnten seiner kämpferischen Amtszeit, die naturnotwendig auseinanderstrebenden Intressen der Komponisten, der Textdichter und der Verleger gemeinsam unter einem Dach zu halten und immer aufs neue zu koordinieren.

Werner Egk aus: "Die Zeit wartet nicht"
Es war ein steiler Aufstieg, undenkbar ohne unseren Bergführer und Generaldirektor,
Dr. Erich Schulze, Vorstand der GEMA. Was heißt hier Bergführer? Gipfelstürmer?
Das trifft nicht. "Unser General" besitzt die vom Instinkt gesteuerte Intelligenz des
Erfolgreichen, die unmittelbare Einsicht ins Wesentliche, mehr juristischen
Sachverstand auf dem Gebiet des Urheberrechts, des nationalen und des
internationalen, als ein Heer von normalen Justizsklaven, die Konsequenz
eines gut gefütterten Computers und die Energie einer Großraumrakete.